Grow | 6. Oktober 2023

Cannabis umtopfen

Cannabis umtopfen ist ein wesentlicher Schritt im Anbauzyklus, der sicherstellt, dass die Pflanzen genügend Platz für ihre Wurzeln haben, um zu wachsen und zu gedeihen. Außerdem wird die Erdmasse vergrößert, wodurch die neu gebildeten Wurzeln mehr Zugriff auf Wasser und Nährstoffe haben. Wann im Anbauzyklus umgetopft wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In diesem Ratgeber erfährst du alles wichtige rund um das Umtopfen von Cannabis.

Outdoor-Anbau

Outdoor-Anbau mit Stecklingen

Mit Samen: Wenn du deine Cannabis-Pflanzen aus Samen ziehst und im Freien anbaust, ist das Umtopfen normalerweise nicht notwendig. Dies liegt daran, dass die Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung gedeihen, und sie haben genug Platz, um ihre Wurzeln auszubreiten. Dein Hauptaugenmerk sollte darauf liegen, sie vor Tieren zu schützen, die hungrig auf deine zarten Sämlinge sein könnten.

Stecklinge: Bei der Anzucht von Stecklingen empfehlen wir, das Umtopfen nach dem vierten Blattpaar durchzuführen. Hierbei verlagerst du die jungen Pflanzen aus dem Anzuchttopf in die Erde. Dies bietet nicht nur mehr Raum für die Wurzeln, sondern auch einen besseren Schutz vor hungrigen Tieren. In der Regel ist es nicht notwendig, die Pflanzen mehr als einmal umzutopfen, da sie im Freien ausreichend Platz haben, um zu wachsen.

Indoor-Anbau

Indoor-Anbau

Beim Indoor-Anbau ist das Umtopfen ein kritischer Schritt, um sicherzustellen, dass deine Cannabis-Pflanzen die bestmögliche Pflege erhalten. Hier ist der Prozess einfacher zu kontrollieren.

Einmaliges Umtopfen: Normalerweise ist ein einmaliges Umtopfen ausreichend. Dies sollte geschehen, wenn deine Pflanzen aus dem Anzuchttopf in ihren finalen Topf umziehen. Der zweite Topf sollte groß genug sein, um den Pflanzen ausreichend Platz für ihre Wurzeln zu bieten. Ein zu kleiner Topf kann das Wachstum und die Gesundheit deiner Pflanzen beeinträchtigen.

Gewächshaus-Anbau

Anbau im Gewächshaus

Der Anbau im Gewächshaus liegt irgendwo zwischen dem Outdoor- und Indoor-Anbau, und daher gelten ähnliche Regeln für das Umtopfen.

Einmaliges Umtopfen: Auch im Gewächshaus sollte das Umtopfen nur einmal durchgeführt werden. Wie beim Indoor-Anbau ist es wichtig, sicherzustellen, dass der zweite Topf ausreichend Platz für die Wurzeln bietet. Ein zu kleiner Topf kann das Wachstum deiner Pflanzen negativ beeinflussen.

Insgesamt ist das Umtopfen ein wichtiger Schritt im Cannabisanbau, der sich merklich auf die Gesundheit und das Wachstum deiner Pflanzen auswirken kann. Den richtigen Zeitpunkt zu wählen und sicherzustellen, dass deine Pflanzen ausreichend Platz für ihre Wurzeln haben, ist dabei stets entscheidend.

Dieser Prozess kann jedoch, wenn er nicht richtig durchgeführt wird, die Pflanzen stressen und ihr Wachstum beeinträchtigen. Die Gesundheit und das Wachstum deiner Cannabis-Pflanzen hängen daher maßgeblich davon ab, wie gut du Stressfaktoren während ihres Anbauzyklus minimieren kannst. Stressminimierung hängt auch von der jeweiligen Genetik der Pflanze ab. Dabei wird vor allem zwischen Automatic Flowering Pflanzen und Feminisierten Pflanzen unterschieden:

Automatic Flowering Pflanzen

Automatic Flowering Pflanzen, oft auch als Autoflowering-Pflanzen bezeichnet, haben ihre eigenen besonderen Bedürfnisse und Vorlieben. Eine der wichtigsten Tatsachen bei der Aufzucht von Autoflowering-Pflanzen ist, dass sie das Umtopfen nicht besonders mögen. Der Grund dafür ist faszinierend: Diese Pflanzen beginnen automatisch zu blühen, wenn ihre Wurzeln an ihre räumlichen Grenzen stoßen. Daher ist es ratsam, diese Pflanzen von Anfang an in einen ausreichend großen Endtopf zu setzen oder sie direkt an ihren finalen Standort im Freien zu pflanzen. Auf diese Weise vermeidest du, dass die Pflanzen in einen Stresszustand geraten, wenn sie in der Wachstumsphase unerwartet in die Blüte übergehen.

Feminisierte Pflanzen

Im Gegensatz zu Automatic Flowering Pflanzen sind feminisierte Pflanzen in der Regel weniger anfällig für Stress. Sie vertragen das Umtopfen besser und zeigen weniger Anzeichen von Stress, solange dieser Prozess rechtzeitig und sorgfältig durchgeführt wird. Der Schlüssel liegt darin, das Umtopfen nicht zu spät vorzunehmen, da ein zu dichter Wurzelballen die Pflanze tatsächlich belasten kann. Es ist wichtig zu beachten, dass der Stress bei feminisierten Pflanzen in erster Linie auf einen unzureichenden Wurzelraum zurückzuführen ist und nicht auf den Vorgang des Umtopfens selbst.

Weitere Tipps zur Stressminimierung

Abgesehen von der Wahl der richtigen Pflanzenart und dem richtigen Zeitpunkt für das Umtopfen gibt es weitere Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um den Stress für deine Cannabis-Pflanzen zu minimieren:

  • Konstante Umweltbedingungen: Stelle sicher, dass deine Pflanzen stets konstante Umgebungsbedingungen haben, wie Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Schwankungen in diesen Faktoren können Stress verursachen.
  • Vorsicht beim Gießen: Über- oder Untergießen kann Stress verursachen. Achte darauf, dass du die richtige Menge Wasser verwendest und die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig überprüfst.
  • Sanftes Handling: Handle deine Pflanzen vorsichtig, insbesondere während des Umtopfens. Vermeide es, die Wurzeln zu beschädigen oder die Pflanzen zu erschüttern.

Stressfaktoren allgemein

Stressfaktoren können sich äußerst nachteilig auf das Wachstum und die Gesundheit deiner Cannabis-Pflanzen auswirken. Es gibt verschiedene Stressfaktoren, die Cannabis-Pflanzen beeinflussen können. Dazu gehören:

  • Hitze: Zu hohe Temperaturen können das Wachstum verlangsamen und die Pflanzen dehydrieren.
  • Kälte: Kälte kann das Wachstum hemmen und zu Frostschäden führen.
  • Zu feuchte oder zu trockene Bedingungen: Ungleichmäßige Bewässerung oder extrem hohe Luftfeuchtigkeit können zu Wurzelfäule oder Wassermangel führen.
  • pH-Wert: Ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert im Boden kann die Nährstoffaufnahme der Pflanzen beeinträchtigen.
  • Dünger: Übermäßige oder unzureichende Düngung kann zu Nährstoffungleichgewichten führen, die das Wachstum beeinflussen.
  • Starker Wind: Wind kann die Pflanzen physisch stressen und sie sogar umknicken lassen.

Die Auswirkungen von zu viel Stress

Wenn Cannabis-Pflanzen übermäßigem Stress ausgesetzt sind, können verschiedene Probleme auftreten:

  • Wachstumseinschränkung: Stress kann das Wachstum verlangsamen oder sogar stoppen. Die Pflanzen verwenden ihre Energie oft darauf, mit den stressigen Bedingungen fertig zu werden, anstatt sie in die normale Entwicklung zu investieren.
  • Flecken: Stress kann dazu führen, dass die Blätter gelbe Flecken entwickeln oder ungesund aussehen.
  • Geschwächte Abwehrkräfte: Gestresste Pflanzen haben oft geschwächte Abwehrkräfte gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
  • Anfälligkeit für Schädlinge und Pilze: Pflanzen unter Stress sind anfälliger für Schädlinge wie Spinnmilben oder Thripse sowie für Pilzinfektionen wie Mehltau.
  • Zwitterung: Wenn eine Pflanze das Gefühl hat, in einem ungünstigen Umfeld zu sein, kann sie versuchen, männliche Blüten zu produzieren, um sich selbst zu bestäuben. Dies führt zur Bildung von Hermaphroditen oder Zwittern und kann die Erntequalität erheblich beeinträchtigen.

Es ist wichtig, Stressfaktoren zu minimieren und die besten Anbaubedingungen für deine Cannabis-Pflanzen zu schaffen. Regelmäßige Überwachung der Umgebungsbedingungen, eine ausgewogene Bewässerung und eine angemessene Nährstoffversorgung sind entscheidend, um Stress zu vermeiden und gesunde Pflanzen zu fördern.

Warum und wann umtopfen nötig ist

Das Umtopfen von Cannabispflanzen ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Wurzeln genügend Platz haben, um sich auszubreiten und mehr Nährstoffe aufzunehmen. Durch das Umtopfen kannst du auch die Wachstumsbedingungen für deine Cannabis-Pflanzen optimieren. Wenn du deine Pflanzen in einen größeren Topf umziehst, erhalten sie mehr Platz und mehr Substrat. Dies führt zu einer besseren Luftzirkulation im Wurzelbereich und verhindert, dass die Pflanzen in ihrem eigenen Wurzelballen erstickt werden. Außerdem ermöglicht ein größerer Topf eine stabilere Aufnahme von Wasser und Nährstoffen, was zu einem gleichmäßigeren und gesünderen Wachstum führt. Das Umtopfen hilft auch dabei, das Gleichgewicht deiner Cannabis-Pflanzen zu fördern. Wenn Pflanzen zu lange in einem zu kleinen Topf verbleiben, können sie gestresst werden und männliche Blüten produzieren (Hermaphroditismus) oder andere Anzeichen von Stress zeigen. Durch das Umtopfen in einen angemessen dimensionierten Endtopf wird dieses Gleichgewicht wiederhergestellt, und die Pflanzen können ihre Energie in ein gesundes Wachstum und die Produktion von Blüten stecken. 

Wann umtopfen sinnvoll ist

Es gibt mehrere visuelle Indikatoren, die anzeigen, wann es Zeit ist, Cannabispflanzen umzutopfen:

  • Größe der Pflanze: Ein deutliches Zeichen dafür, dass deine Cannabis-Pflanzen mehr Platz benötigen, ist, wenn die Wurzeln den gesamten Topf durchdringen und ihn fast vollständig ausfüllen. Wenn die Wurzeln keinen Raum mehr haben, um sich auszubreiten, kann dies das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen und zu Stress führen. 
  • Entwicklung von Ringwurzeln: Ringwurzeln sind ein Problem, das im Cannabis-Anbau auftreten kann, wenn die Wurzeln einer Pflanze an die Innenwände des Topfes stoßen und beginnen, in einem kreisförmigen Muster entlang der Topfwände zu wachsen. Dieser Zustand kann die Gesundheit und das Wachstum der Pflanze erheblich beeinträchtigen und sollte vermieden oder frühzeitig erkannt und behandelt werden. Dazu mehr weiter unten im Text. 
  • Probleme beim Gießen: Wenn der Topf zu schnell austrocknet, ist die Pflanze zu groß für den Topf. Die Erde von einer Pflanze mit einem ausreichend großen Topf sollte ungefähr alle 2 – 3 Tage austrocknen und dann neu gegossen werden. Alles weitere dazu in unserem Leitfaden zum Gießrhythmus und Bodenfeuchtigkeit weiter unten.
  • Wachstumsprobleme: Langsames Wachstum oder ein krankes Aussehen in zu kleinen Töpfen.
Für Sämlinge und junge Pflanzen in der WachstumsphaseFür robuste Pflanzen in der WachstumsphaseBeginn der finalen Topfgrößen
10 cm = 0,5 l25 cm = 11 l46 cm = 57 l
13-15 cm = 1 l30 cm = 19 l61 cm = 95 l
18-20 cm = 4 l36cm = 26 l76 cm = 114 l
22 cm = 7,5 l41 cm = 38 l
Umtopftabelle: Pflanzengröße und Topfvolumen

Ringwurzeln

Ursachen von Ringwurzeln

Ringwurzeln treten oft auf, wenn Cannabis-Pflanzen zu lange in einem zu kleinen Topf belassen werden. In einem begrenzten Raum beginnen die Wurzeln, nach mehr Platz zu suchen, und wachsen in einem kreisförmigen Muster um den Topf herum. Dieses Verhalten kann auch auftreten, wenn die Pflanze unzureichend umgetopft wird und der neue Topf nicht ausreichend Platz für das Wurzelsystem bietet.

Erkennung von Ringwurzeln

Die Erkennung von Ringwurzeln erfordert eine sorgfältige Beobachtung der Pflanzen. Hier sind einige Anzeichen, auf die du achten solltest:

  • Die Pflanze zeigt Anzeichen von Stress, wie gelbe oder welkende Blätter, obwohl alle anderen Bedingungen wie Licht, Wasser und Nährstoffe angemessen sind.
  • Beim Entfernen der Pflanze aus dem Topf siehst du, dass die Wurzeln in einem engen Ring um den inneren Rand des Topfes gewachsen sind.
  • Das Wachstum der Pflanze ist verlangsamt, und sie produziert möglicherweise weniger Blüten.

Prävention und Behandlung

Die Prävention von Ringwurzeln ist der beste Ansatz. Stelle sicher, dass du deine Cannabis-Pflanzen rechtzeitig in größere Töpfe umtopfst, wenn du Anzeichen dafür siehst, dass ihre Wurzeln den aktuellen Topf ausfüllen. Dies wird ihnen ausreichend Platz geben, um sich gesund zu entwickeln.

Wenn du bereits Ringwurzeln bemerkst, kannst du versuchen, die Wurzeln vorsichtig zu lockern und zu entwirren, bevor du die Pflanze in einen größeren Topf umtopfst. Dies kann dazu beitragen, dass die Pflanze sich von Ringwurzeln erholt und das Wachstum wieder verbessert wird.

Die richtige Bodenfeuchtigkeit für Cannabis-Pflanzen: Ein Leitfaden

Die richtige Bodenfeuchtigkeit ist entscheidend für das gesunde Wachstum deiner Cannabis-Pflanzen. Denn ein falsches Gießverhalten kann zu Problemen führen. 

Der ideale Austrocknungszyklus

Ein gesunder Austrocknungszyklus für die Erde deiner Cannabis-Pflanzen sollte im Durchschnitt etwa 2 bis 3 Tage betragen. Dies bedeutet, dass der Boden zwischen den Bewässerungen genügend Zeit hat, um leicht zu trocknen, ohne jedoch vollständig auszutrocknen. Dieser Rhythmus bietet die richtige Menge an Feuchtigkeit und Sauerstoff für die Wurzeln, was entscheidend für das Wachstum ist.

Zu schnell austrocknen

Wenn der Boden in deinen Töpfen zu schnell austrocknet, kann dies darauf hinweisen, dass die Pflanzen zu groß für den aktuellen Topf sind. Ein zu kleiner Topf kann nicht genügend Substrat aufnehmen, um die Feuchtigkeit zu halten, und die Pflanzen leiden unter Wassermangel. In diesem Fall solltest du darüber nachdenken, die Pflanzen in einen größeren Topf umzutopfen, um ihnen mehr Raum und Substrat zu bieten.

Zu langsam austrocknen

Wenn der Boden in deinen Töpfen zu langsam austrocknet, kann dies darauf hindeuten, dass du zu viel gießt. Übermäßiges Gießen kann zu Wurzelfäule führen und das Wachstum deiner Pflanzen beeinträchtigen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass du die richtige Menge Wasser verwendest und den Boden nicht ständig durchnässt hältst.

Alles unter 24 Stunden ist zu schnell

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Austrocknungszyklus von weniger als 24 Stunden in der Regel zu schnell ist und darauf hinweisen kann, dass die Bedingungen für deine Pflanzen nicht optimal sind. In solchen Fällen solltest du überprüfen, ob der Topf ausreichend groß ist und ob du die richtige Menge Wasser verwendest. Es ist besser, den Boden leicht feucht zu halten, als ihn konstant durchnässt zu halten.

Die richtige Bodenfeuchtigkeit zu erreichen, erfordert etwas Erfahrung und Beobachtung. Achte darauf, wie schnell der Boden in deinen Töpfen austrocknet, und passe dein Gießverhalten entsprechend an, um sicherzustellen, dass deine Cannabis-Pflanzen die bestmöglichen Bedingungen für ein gesundes Wachstum erhalten.

Umtopfen umgehen

Für Autoflowers wird empfohlen, das Umtopfen zu vermeiden und sie stattdessen direkt in den endgültigen Topf zu pflanzen. Dies liegt daran, dass das Umtopfen Stress verursachen kann, der das Wachstum und den Ertrag beeinträchtigt. Daher kommt natürlich die häufig gestellte Frage auf : Warum sollte man nicht direkt im finalen Topf anbauen, anstatt Pflanzen umzutopfen? Einer der Hauptgründe, warum viele Grower sich gegen das direkte Anpflanzen im finalen Topf entscheiden, ist der begrenzte Platz. Cannabis-Pflanzen haben unterschiedliche Entwicklungsstadien, und sie benötigen unterschiedlich große Töpfe, um optimal zu wachsen. Wenn du direkt im finalen Topf anbaust, benötigst du von Anfang an viel Platz, der möglicherweise nicht verfügbar ist. Dies kann besonders problematisch sein, wenn du in Zukunft mehrere Pflanzen anbaust.

So geht schonendes Umtopfen – Anleitung

  1. Gieße die Pflanze 1–2 Tage vor dem Umtopfen. Die Erde sollte feucht, aber nicht nass sein.
  2. Bereite den neuen Topf vor und fülle ihn mit Erde. Grabe ein Loch in der Mitte für die Pflanze. Wie du den Topf richtig vorbereitest, erklären wir dir weiter unten.
  3. Drehe den alten Topf um und lasse den Wurzelballen mitsamt dem daran haftenden Substrats vorsichtig herausgleiten.
  4. Setze die Pflanze in den neuen Topf und fülle das Loch mit Erde.
  5. Bewässere die Pflanze leicht und verwende gegebenenfalls einen Wurzelstimulator.

Das Umtopfen von Cannabis ist ein wesentlicher Schritt, um sicherzustellen, dass die Pflanzen gesund wachsen und gedeihen. Mit der richtigen Technik und Vorsicht kann dieser Prozess jedoch fast stressfrei und vorteilhaft für die Pflanzen sein.

Der richtige Weg, einen neuen Topf für das Umtopfen von Cannabis-Pflanzen vorzubereiten

Eine richtige Vorbereitung des neuen Topfes ist dabei von großer Bedeutung. In diesem Teil werden wir erklären, wie du einen neuen Topf richtig vorbereitest.

Schicht Ton für die Drainage

Der erste Schritt bei der Vorbereitung eines neuen Topfes ist die Schaffung einer guten Drainage. Am besten gelingt dies, indem du eine Schicht Ton oder Kies auf den Boden des Topfes legst. Diese Schicht hilft dabei, überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen und verhindert Staunässe, die Wurzelfäule verursachen kann. Die Dicke dieser Drainageschicht sollte etwa 2 bis 5 Zentimeter betragen, abhängig von der Größe des Topfes.

Füllen mit Erde

Nachdem du die Drainageschicht gelegt hast, fülle den Topf etwa zur Hälfte mit hochwertiger Anzuchterde oder spezieller Cannabis-Anbauerde. Vermeide es, normale Gartenerde zu verwenden, da sie möglicherweise nicht die richtige Textur und Nährstoffzusammensetzung hat. Die halb gefüllte Erdschicht wird später den Wurzelballen deiner Pflanze aufnehmen.

Setzen des Wurzelballens

Sobald der Topf zur Hälfte mit Erde gefüllt ist, ist es Zeit, den Wurzelballen deiner Cannabis-Pflanze in den neuen Topf zu setzen. Stelle sicher, dass der Wurzelballen in der Mitte des Topfes positioniert ist und ausreichend Platz für das Wurzelsystem bietet. Der Wurzelballen sollte nicht zu tief oder zu flach im Topf liegen, sondern auf einer Höhe sein, die seiner vorherigen Position entspricht.

Auffüllen mit frischer Erde

Nachdem der Wurzelballen an seinem Platz ist, fülle den restlichen Raum im Topf mit frischer Erde auf. Die Erde sollte leicht festgedrückt werden, um sicherzustellen, dass der Wurzelballen stabil bleibt. Der Wurzelballen sollte nur leicht mit Erde bedeckt sein, damit er ausreichend Luft erhält und nicht erstickt wird.

Abschließende Schritte

Sobald der neue Topf vorbereitet ist, gieße die Pflanze vorsichtig, um die Erde zu setzen und Lufttaschen zu entfernen. Achte darauf, dass du nicht zu viel gießt, da überschüssiges Wasser den Wurzeln schaden kann. 

FAQs zum Umtopfen von Cannabis

Wann kann ich Cannabis umtopfen?

Wann du Cannabis umtopfen solltest, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Allgemein reicht 1x Umtopfen im Leben der Pflanze aus solang man einen groß genugen finalen Topf wählt. Weitere Anzeichen dafür, dass es Zeit zum Umtopfen ist, sind:

  • Größe der Pflanze: Wenn sie den aktuellen Topf mit ihren Wurzeln fast vollständig ausfüllt.
  • Wurzelentwicklung: Wenn die Wurzeln aus dem Abflussloch des Topfes herausragen oder im Inneren des Topfes Ringwurzeln bilden.
  • Wachstumsgeschwindigkeit: Ein verlangsamtes Wachstum kann darauf hinweisen, dass der Topf zu klein geworden ist.
  • Probleme beim Gießen: Wenn der Topf sehr schnell austrocknet oder das Wasser nicht gut abfließt.
  • Wachstumsprobleme: Wenn die Pflanze Anzeichen von Stress zeigt, wie z.B. vergilbte oder welkende Blätter.

Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um den Pflanzen genügend Raum für ein gesundes Wachstum zu geben, ohne sie unnötigem Stress auszusetzen.

Wann ist die beste Zeit zum Umtopfen?

Die beste Zeit zum Umtopfen von Cannabispflanzen ist während ihrer vegetativen Wachstumsphase, bevor sie die Blütephase erreichen. In dieser Phase sind die Pflanzen am widerstandsfähigsten und können sich am schnellsten von eventuellem Stress erholen. Es gibt jedoch einige Anzeichen, die darauf hinweisen, dass es Zeit zum Umtopfen ist:

  • Wurzelentwicklung: Wenn du feststellst, dass die Wurzeln aus dem Abflussloch des Topfes herausragen oder im Inneren des Topfes Ringwurzeln bilden.
  • Wasseraufnahme: Wenn der Topf sehr schnell austrocknet (schneller als alle 2 Tage) oder das Wasser nicht gut abfließt, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass die Pflanze mehr Raum benötigt.

Es ist auch ratsam, am späten Nachmittag oder Abend umzutopfen, wenn die Sonnenintensität nachlässt. Das Umtopfen deiner Cannabis-Pflanzen am Abend, vor dem Eintritt der Dunkelphase, hat mehrere Vorteile:

  • Bessere Erholung der Pflanze: In der Dunkelphase sind die Pflanzen weniger aktiv und können sich besser erholen. Das Umtopfen kann für die Pflanze stressig sein, da es eine Unterbrechung des normalen Wachstums darstellt. Wenn du das Umtopfen am Abend durchführst, haben die Pflanzen die gesamte Dunkelphase, um sich zu erholen, bevor das Licht am nächsten Morgen wieder eingeschaltet wird.
  • Förderung des Wurzelwachstums: Es wurde festgestellt, dass das Wurzelwachstum während der Dunkelphase etwas stärker stimuliert wird. Dies kann dazu beitragen, dass die Wurzeln schneller und gesünder wachsen, da sie in der Dunkelheit optimal arbeiten können.
  • Vermeidung von Hitzestress: Das Umtopfen bei Tageslicht kann zu Hitzestress führen, insbesondere wenn die Pflanzen direkt in die intensive Beleuchtung zurückkehren müssen. Es minimiert also das Risiko von Hitzestress und ermöglicht den Pflanzen eine sanftere Anpassung.

Wie groß muss der Topf für Cannabis sein?

Die optimale Topfgröße für Cannabispflanzen hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der gewünschten Endgröße der Pflanze, der Dauer der vegetativen Phase und der Art des Anbaus (Innen- oder Außenanbau). Hier sind einige allgemeine Richtlinien:

  • Kleine Pflanzen / Kurze vegetative Phase: Für Pflanzen, die nur eine kurze vegetative Phase haben oder insgesamt kleiner bleiben sollen, reicht ein Topf mit einem Volumen von 7-11 Litern aus.
  • Mittlere Pflanzen: Für durchschnittlich große Pflanzen, die eine normale vegetative Phase durchlaufen, ist ein Topf mit einem Volumen von 12-19 Litern ideal.
  • Große Pflanzen / Lange vegetative Phase: Für Pflanzen, die eine lange vegetative Phase haben oder besonders groß werden sollen, empfiehlt sich ein Topf mit einem Volumen von 20 Litern oder mehr.
  • Autoflowering Sorten: Da Autoflowers in der Regel nicht umgetopft werden und ihre Lebensdauer kürzer ist, können sie oft in Töpfen mit einem Volumen von 10-15 Litern von Keimung bis Ernte wachsen.
  • Innenanbau: Für den Innenanbau von Cannabis sind Töpfe mit einem Fassungsvermögen von etwa 11 Litern eine gängige Wahl. Diese Größe bietet ausreichend Raum für das Wurzelsystem, um sich zu entwickeln, und ermöglicht eine gute Kontrolle über die Pflanze. Kleinere Töpfe, insbesondere für automatisch blühende Pflanzen, können ebenfalls verwendet werden, da sie schneller in die Blütephase eintreten.
  • Außenanbau: Beim Anbau im Freien hängt die optimale Topfgröße von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Klimas und der verfügbaren Platz. In der Regel sind größere Töpfe im Bereich von 25 bis 30 Litern eine gute Wahl, da sie den Pflanzen mehr Raum und Nährstoffe bieten. Dies ist besonders wichtig, wenn die Pflanzen über einen längeren Zeitraum wachsen sollen.
  • ScroG (Screen of Green): Beim ScroG-Anbau, bei dem eine einzelne Pflanze horizontal trainiert wird, um eine gleichmäßige Blütendecke zu bilden, sind größere Töpfe von 25 bis 30 Litern empfehlenswert. Die Pflanze benötigt genügend Raum, um sich auszudehnen und die angestrebte flache Wachstumsform zu erreichen.
  • LST (Low Stress Training): Low Stress Training beinhaltet das Biegen und Fixieren der Pflanzenäste, um eine gleichmäßige Lichtverteilung zu erreichen. Die Topfgröße hat keinen direkten Einfluss auf diese Technik, da es mehr um die Formung der Pflanze geht. Daher können die gleichen Topfgrößen wie beim normalen Anbau verwendet werden.
  • HST (High Stress Training): High Stress Training beinhaltet das Beschneiden und Entfernen von Pflanzenteilen, um das Wachstum zu steuern. Wie bei LST hat die Topfgröße keinen direkten Einfluss auf HST. Du kannst die gleichen Topfgrößen verwenden, die du für den normalen Anbau bevorzugst.

Es ist wichtig zu beachten, dass größere Töpfe den Pflanzen mehr Raum zum Wachsen bieten, aber auch mehr Erde und Wasser benötigen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Topfgröße und Pflanzenbedarf ist entscheidend für ein gesundes Wachstum und einen optimalen Ertrag.

Auf was achten beim Umtopfen?

Beim Umtopfen von Cannabispflanzen gibt es einige wichtige Aspekte, auf die du achten solltest, um den Prozess so stressfrei wie möglich für die Pflanze zu gestalten:

  1. Zeitpunkt: Wähle die vegetative Wachstumsphase für das Umtopfen, da die Pflanzen in dieser Zeit am widerstandsfähigsten sind. Am besten ist es, am späten Nachmittag oder Abend umzutopfen, wenn die Sonnenintensität nachlässt. Außerdem hilft die Dunkelphase im Anschluss, den Wurzeln genug Ruhe zu geben, um sich zu erholen.
  2. Vorbereitung: Stelle sicher, dass der neue Topf und die Erde bereit sind, bevor du mit dem Umtopfen beginnst. Der neue Topf sollte Löcher im Boden haben, um eine gute Drainage zu gewährleisten. Mehr über die richtige Vorbereitung des Topfes findest du in unserem Guide zu diesem Thema (LINK)
  3. Feuchtigkeit: Gieße die Pflanze 1-2 Tage vor dem Umtopfen, sodass die Erde feucht, aber nicht nass ist. Dies erleichtert das Herausnehmen der Pflanze aus dem alten Topf und minimiert das Risiko von Wurzelschäden.
  4. Vorsicht beim Herausnehmen: Sei beim Herausnehmen der Pflanze aus dem alten Topf sehr vorsichtig, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Wenn möglich, drehe den Topf um und lasse den Wurzelballen sanft herausgleiten.
  5. Platzierung: Setze die Pflanze so in den neuen Topf, dass sie zentral positioniert ist und die Wurzeln gleichmäßig verteilt sind.
  6. Erde auffüllen: Fülle den Topf mit Erde auf, ohne sie zu fest zu drücken. Die Erde sollte locker bleiben, um eine gute Belüftung der Wurzeln zu gewährleisten.
  7. Nach dem Umtopfen gießen: Bewässere die Pflanze leicht nach dem Umtopfen, um die Erde zu setzen und eventuelle Lufttaschen zu entfernen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass die Erde durch das Wasser nicht direkt zu stark komprimiert wird.
  8. Beobachtung: Behalte die Pflanze nach dem Umtopfen genau im Auge, um sicherzustellen, dass sie sich gut an den neuen Topf anpasst und keine Anzeichen von Stress zeigt.

Mit der richtigen Vorbereitung und Technik kann das Umtopfen von Cannabispflanzen einfach und effektiv sein, um ein gesundes Wachstum und einen optimalen Ertrag zu gewährleisten.

Ist Umtopfen Stress für Pflanzen?

Ja, das Umtopfen kann für Pflanzen, einschließlich Cannabis, eine Stressquelle sein. Während des Umtopfens werden die Wurzeln oft gestört oder sogar leicht beschädigt, was zu einem vorübergehenden Wachstumsstopp führen kann, während sich die Pflanze an die neue Erde und Umgebungsbedingungen anpasst und heilt. Hier sind einige Gründe, warum Umtopfen Stress verursachen kann:

  1. Wurzelstörung: Beim Umtopfen kann es vorkommen, dass Wurzeln beschädigt werden, besonders wenn sie fest in den Topf eingewachsen sind.
  2. Veränderung der Umgebung: Die Pflanze muss sich an die neue Erde und den größeren Raum anpassen, was eine Umstellung ihrer Wachstumsbedingungen bedeutet.
  3. Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede: Unterschiede in der Temperatur und Feuchtigkeit zwischen dem alten und neuen Medium können ebenfalls Stress verursachen.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass, obwohl das Umtopfen Stress verursachen kann, es oft notwendig ist, um ein gesundes Wachstum und einen optimalen Ertrag zu gewährleisten. Mit der richtigen Technik und Vorsicht kann der durch das Umtopfen verursachte Stress minimiert werden, sodass die Pflanze schnell wieder gesund wächst.

Was passiert, wenn man zu früh umtopft?

Zu früh bedeutet, dass die Pflanze noch nicht genug Wurzeln hat, um einen Wurzelballen mit Substrat auszubilden. Diesen hat die Pflanze meist nach 2 – 3 Wochen, sodass sie dann umgetopft werden kann. Bei zu frühem umtopfen können verschiedene Probleme auftreten, die das Wachstum und die Gesundheit der Pflanze beeinträchtigen:

  1. Wurzelschäden: Junge Pflanzen haben ein zartes Wurzelsystem, das leicht beschädigt werden kann. Beim Umtopfen können diese feinen Wurzeln abreißen oder beschädigt werden, was das Wachstum der Pflanze verlangsamen kann.
  2. Überwässerung: Ein zu großer Topf für eine kleine Pflanze kann dazu führen, dass die Erde zu lange feucht bleibt, da die junge Pflanze nicht genügend Wasser aufnimmt. Dies kann zu Wurzelfäule und anderen wasserbedingten Problemen führen.
  3. Nährstoffungleichgewicht: In einem größeren Topf kann es schwieriger sein, die Nährstoffzufuhr richtig zu steuern, insbesondere wenn die Erde bereits vorgedüngt ist. Eine junge Pflanze benötigt weniger Nährstoffe als eine ausgewachsene, und eine Überdüngung kann zu Nährstoffverbrennungen führen.
  4. Stress: Wie bereits erwähnt, kann das Umtopfen Stress für die Pflanze bedeuten. Wenn dies zu einem sehr frühen Zeitpunkt in ihrem Leben geschieht, kann dies ihre Entwicklung erheblich beeinträchtigen.

Es ist daher ratsam, den richtigen Zeitpunkt für das Umtopfen sorgfältig zu wählen und sicherzustellen, dass die Pflanze stark genug ist, um den Prozess ohne größere Probleme zu überstehen.

Kann man Cannabispflanzen in der Blüte umtopfen?

Ja, man kann die Cannabispflanzen natürlich auch während der Blütephase umtopfen, es ist jedoch nicht ideal und birgt einige Risiken. Man bekommt keinen Vorteil daraus. Eher einen Nachteil. Während der Blütephase sollte sich die Pflanze rein auf das Blühen konzentrieren können. Stress und mehr Platz für Wurzeln ziehen Energie weg vom Blütenwachstum. Wir raten daher davon ab. 

Falls du deine Pflanze, dennoch in der Blüte umtopfen willst oder musst, sind hier einige Dinge, die du beachten solltest:

  1. Stress: Das Umtopfen ist für Pflanzen immer stressig, und während der Blütephase sind sie besonders anfällig für Störungen. Dieser Stress kann die Blütenbildung beeinträchtigen und in einigen Fällen sogar dazu führen, dass die Pflanze die Blüte vorzeitig abbricht.
  2. Wurzelschäden: Während der Blüte sind die Wurzeln der Pflanze sehr aktiv, um die nötigen Nährstoffe für die Blütenbildung bereitzustellen. Ein Umtopfen in dieser Phase kann das Wurzelsystem stören und die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen.
  3. Blütenbeschädigung: Beim Umtopfen können auch die Blüten selbst beschädigt werden, insbesondere wenn sie groß und schwer sind.

Wenn es jedoch unbedingt notwendig ist, die Pflanzen während der Blütephase umzutopfen (z.B. wegen Wurzelfäule oder einem anderen dringenden Problem wie z.B. eine überdüngten Substrat), gibt es einige Schritte, die du befolgen kannst, um den Stress für die Pflanze zu minimieren:

  • Vorsicht: Sei beim Umtopfen besonders vorsichtig, um Wurzelschäden zu vermeiden.
  • Wasser: Gieße die Pflanze nach dem Umtopfen leicht, um die Erde zu setzen und eventuelle Lufttaschen zu entfernen.
  • Standort: Stelle die Pflanze nach dem Umtopfen an ihren vorherigen Ort, um ihr Zeit zur Erholung und zur weiteren Blüte zu geben.

Obwohl es möglich ist, Cannabispflanzen während der Blütephase umzutopfen, sollte es nur als letzter Ausweg betrachtet werden und es ist wichtig, den Prozess mit größter Sorgfalt durchzuführen.

Die richtige Erde für gesunde Cannabispflanzen: Ein Überblick

Die Wahl des richtigen Bodens ist entscheidend für das erfolgreiche Wachstum und die Gesundheit deiner Cannabispflanzen. Cannabis hat spezielle Anforderungen an den Boden, um optimal zu gedeihen.

Luft an den Wurzeln und gute Drainage

Eine der wichtigsten Eigenschaften des richtigen Bodens für Cannabispflanzen ist die Fähigkeit, Luft an die Wurzeln gelangen zu lassen und gleichzeitig eine gute Drainage zu gewährleisten. Stauende Nässe kann Wurzelfäule verursachen und das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen. Daher ist es entscheidend, einen Boden zu wählen, der Wasser effizient abfließen lässt.

Tonkugeln für Lockerheit und Drainage

Tonkugeln sind ein hervorragendes Mittel, um die Bodenstruktur aufzulockern und gleichzeitig die Drainage zu verbessern. Sie helfen dabei, Luftlöcher im Boden zu schaffen und verhindern, dass die Erde zu kompakt wird. Dies ermöglicht den Wurzeln, Sauerstoff aufzunehmen und verhindert Staunässe.

„Living Soil“ mit hohem Hummusanteil

Ein „Living Soil“ oder lebendiger Boden ist eine ausgezeichnete Wahl für den Cannabis-Anbau. Dieser Boden enthält einen hohen Anteil an Humus und ist reich an organischen Materialien. Der hohe Hummusanteil verbessert die Wasserspeicherkapazität des Bodens und fördert das Wachstum von Mikroorganismen wie Pilzen und Bakterien. Diese Mikroorganismen tragen dazu bei, Nährstoffe im Boden abzubauen und für die Pflanze verfügbar zu machen.

pH-Wert im Auge behalten

Der pH-Wert des Bodens ist ebenfalls von großer Bedeutung. Cannabispflanzen gedeihen am besten in einem leicht sauren bis neutralen pH-Bereich, typischerweise zwischen 6,0 und 7,0. Ein falscher pH-Wert kann die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen und zu Mangelerscheinungen führen.

Die optimale Standortwahl nach dem Umtopfen von Cannabispflanzen

Nach dem Umtopfen deiner Cannabispflanzen ist es entscheidend, den richtigen Standort auszuwählen, um sicherzustellen, dass sich die Pflanzen optimal erholen können. In diesem Artikel werden wir besprechen, warum es empfohlen wird, die Pflanzen nach dem Umtopfen vorübergehend an einem dunklen Ort aufzustellen.

Die Rolle der Dunkelphase

Die Dunkelphase spielt eine wichtige Rolle im Wachstumszyklus von Cannabispflanzen. Während der Dunkelheit konzentrieren sich die Pflanzen auf Prozesse wie das Wurzelwachstum und die Reparatur von Gewebeschäden. Das Umtopfen kann Stress für die Pflanzen verursachen, da es eine Unterbrechung des normalen Wachstums darstellt. Indem du die Pflanzen nach dem Umtopfen vorübergehend in Dunkelheit platzierst, ermöglicht es ihnen, sich auf die Wiederherstellung und das Wurzelwachstum zu konzentrieren, ohne zusätzlichen Stress durch Licht zu erfahren.

Wie lange sollte die Dunkelphase dauern?

Die Dauer der Dunkelphase nach dem Umtopfen kann variieren, aber eine übliche Empfehlung ist, die Pflanzen für mindestens 24 bis 48 Stunden in Dunkelheit zu belassen. Dies gibt ihnen ausreichend Zeit, um sich zu erholen und das Wurzelwachstum zu fördern. Nach dieser Zeit können die Pflanzen wieder in den normalen Lichtzyklus zurückkehren.

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