EU-Sortenkatalog

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Hanf-Sorten gemäß dem Sortenkatalog der EU

EU-Sortenkatalog 2019

Hanf-Sorten gemäß dem Sortenkatalog der EU


In den EU-Ländern dürfen verschiedene Hanfsorten angebaut werden. Um welche Hanfsorten es sich handelt, ist im EU-Sortenkatalog festgelegt. Diese Hanfsorten fallen nicht unter die Suchtmittel, sondern gelten als Nutzhanf, da der Gehalt an der psychoaktiven Substanz THC unter 0,2 Prozent liegt. Nutzhanf wird vorrangig zur Gewinnung von Hanffasern angebaut, doch können einige Teile auch für Lebensmittel verwendet werden.

Siehe auch: THC-Grenzwerte für Nutzhanf in der EU

Komplizierte Rechtslage für Hanf ohne Rauschwirkung

Die Rechtslage für Hanf ohne Rauschwirkung ist kompliziert. CBD-Hanf ist Hanf mit dem Wirkstoff Cannabibidiol, der eine beruhigende Wirkung hat und gegen Übelkeit, Krämpfe und Entzündungen wirken kann. Im Gegensatz zu THC hat Cannabidiol keine berauschende Wirkung und macht nicht süchtig. Wie Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband sagt, ähnelt CBD-Hanf in seinem Geruch und Geschmack jedoch dem Marihuana, das durch einen hohen Gehalt an THC gekennzeichnet ist.

CBD ist Bestandteil von Salben und Ölen. Die EU hat für Nutzhanf eine Obergrenze für THC von 0,2 Prozent festgelegt. In einigen Ländern gelten länderspezifische Obergrenzen, die höher oder niedriger sein können. Der höchste zulässige THC-Wert gilt mit 1,0 Prozent in der Schweiz, während in der Slowakei eine THC-Obergrenze von 0,0 Prozent gilt. Die THC-Obergrenze von 0,2 Prozent gilt für zertifizierte Nutzhanf-Sorten der EU. Blüten von Hanf, die eine höhere Konzentration an THC enthalten sind illegal.

Regelungen für den Anbau von Nutzhanf in Deutschland

Unabhängig vom THC-Gehalt darf Nutzhanf in Deutschland nur von Personen, die selbstständig oder beruflich in der Landwirtschaft tätig sind, angebaut werden. Personen, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind, dürfen keinen Nutzhanf anbauen, unabhängig davon, ob es sich um männliche oder weibliche Hanfpflanzen handelt und ob der THC-Gehalt höher oder niedriger als 0,2 Prozent ist. Auch der Anbau von Nutzhanf als Zierpflanze ist in Deutschland verboten. Alle Zuwiderhandlungen gelten als Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. 

Der Anbau von Nutzhanf darf in Deutschland nur von Unternehmen der Landwirtschaft erfolgen, deren Betriebsflächen eine Mindestgröße haben. Landwirte, die Nutzhanf anbauen möchten, müssen über eine Lizenz verfügen und Mitglied in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung sein. Der landwirtschaftliche Anbau von Nutzhanf ist zudem anmeldungspflichtig.

Regelungen im EU-Sortenkatalog

Der EU-Sortenkatalog legt fest, welche Hanfsorten in den Ländern der EU zu gewerblichen Zwecken angebaut werden dürfen. Dieser Nutzhanf erfüllt die Bestimmungen der EU und darf legal angebaut werden. In den einzelnen Ländern der EU gelten für den Anbau dieser Sorten unterschiedliche Bestimmungen. Der Sortenkatalog wird jährlich aktualisiert.

Eine solche Aktualisierung fand auch für 2019 statt. Im Jahr 2019 fielen einige Hanfsorten weg. Diese waren instabil oder tendierten zur Überschreitung der EU-Grenzwerte für THC. Die Sorte Carmagnola ist auch 2019 noch im Sortenkatalog enthalten, doch darf sie in Deutschland nicht mehr angebaut werden. Während einige Sorten aus dem Katalog entfernt wurden, kamen andere Sorten hinzu. 

Stabilitätsprüfung als Grundlage für die Aufnahme in den EU-Sortenkatalog

Bevor eine Hanfsorte in den EU-Sortenkatalog aufgenommen werden kann, muss sie eine Stabilitätsprüfung bestehen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren muss sich die Hanfsorte bewähren. Sie muss unter verschiedenen klimatischen Bedingungen beweisen, dass die THC-Werte stabil sind und den Grenzwert von 0,2 Prozent nicht überschreiten. Die Messung erfolgt zu einem definierten Zeitpunkt und nach einer vorgegebenen Methode. In den Mitgliedsländern der EU werden nur Sorten zugelassen, die diese Bedingungen erfüllen.

Aktuelle Hanfsorten im Sortenkatalog der EU für 2019

Gegenwärtig sind inklusive der in Deutschland gesperrten Sorte Carmagnola 65 Hanfsorten im Sortenkatalog enthalten:

  • Antal, Armanca, Austa SK
  • Beniko, Bialobrzeskie
  • Cannacomp, Carma, Carmagnola (in Deutschland gesperrt), Carmaleonte, Chamaeleon, Codimono, CS
  • Dacia Secuieni, Delta-405, Delta-Ilosa, Denise, Diana, Dioica 88
  • Earlina 8 FC, Eletta Campana, Epsilon 68
  • Fedora 17, Felina 32, Ferimon, Fibranova, Fibrante, Fibrol, Fibror 79, Finola, Futura 75
  • Glecia, Gliana, Glyana
  • Henola
  • Ivory
  • KC Bonucz, KC Dora, KC Virtus, KC Zuzana, KCA Borana, Kompolti, Kompolti hibrid TC
  • Lipko, Lovrin 110
  • Marcello, Markant, Monoica
  • Rajan, Ratza
  • Santhica 23, Santhica 27, Santhica 70, Secuieni Jubileu, Silvana, Succesiv, Szarvasi
  • Tiborszallasi, Tisza, Tygra
  • Uniko B, Uso-31
  • Villanova
  • Wielkopolskie, Wojko
  • Zenit

Fazit: EU-Sortenkatalog wird jährlich überarbeitet

In der EU gilt für Nutzhanf eine THC-Grenze von 0,2 Prozent. In den einzelnen Ländern der EU gelten jedoch unterschiedliche Regelungen für den Anbau. In Deutschland dürfen nur Landwirte, die über eine Lizenz und über Anbauflächen in einer Mindestgröße verfügen, Nutzhanf anbauen. Der Anbau von Nutzhanf muss angemeldet werden.

Der EU-Sortenkatalog legt fest, welche Sorten innerhalb der EU angebaut werden dürfen. Bevor die Pflanzen in den Sortenkatalog aufgenommen werden, müssen sie eine zweijährige Stabilitätsprüfung bestehen. Jährlich wird der EU-Sortenkatalog überarbeitet.

Gegenwärtig sind 65 Sorten von Nutzhanf im Sortenkatalog enthalten. Die Sorte Carmagnola darf in Deutschland nicht angebaut werden.

Siehe auch: THC-Grenzwerte für Nutzhanf in der EU

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