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CBD Razzia Bayern

Erneute CBD Razzia in Bayern

Am gestrigen Mittwoch (16.10.2019) haben wir bei Hanf im Glück und einige andere Hanf & CBD Shops in München mal wieder Besuch (siehe CBD Razzia im April) von einem Großaufgebot der Polizei (ca. 50 Beamte) bekommen. Die Beschlagnahmung unserer CBD-Blüten und -Öle wurde dabei erneut mit äußerst fragwürdigen Argumenten begründet, die sich lediglich auf eine eigene Interpretation einer immer noch unklaren Gesetzeslage beziehen.


In München sieht man anscheinend keine Notwendigkeit, das in Kürze erwartete und hoffentlich richtungsweisende Gerichtsurteil im Fall der @Hanfbar aus Braunschweig abzuwarten… denn wer braucht schon klare Regelungen im Bereich Nutzhanf, wenn man die verhassten Produkte auch einfach konfiszieren kann, sie auf unbestimmte Zeit für „Analysen“ unter Verschluss halten und Anträge auf Akteneinsicht über ein halbes Jahr hinweg ignorieren kann?


In der bayerischen Landeshauptstadt hält man eine (erneute) groß angelegte Betäubungsmittel-Razzia gegen einen nicht berauschenden Stoff offenbar für eine gute Verwendung von öffentlichen Geldern, die wesentlich schneller zum Ziel führen wird als offene Dialoge oder gar eine Reform der längst überholten Repressionsstrategie.

Presse Meldung: Süddeutsche Zeitung


Wenn man bedenkt, dass auch gestern wieder nur ausgewählte CBD Läden von den polizeilichen Maßnahmen betroffen waren und Reformhäuser, Drogerien und Apotheken auch diesmal wieder komplett außen vor gelassen wurden, kann man ohne Bedenken sagen, dass vor dem Gesetz unserer Stadt wohl doch nicht alle gleich sind.


Obwohl uns das Gefühl nicht loslässt, dass diese völlig überzogenen Aktionen darauf abzielen, die mittelständischen Firmen, die in diesem noch jungen CBD Markt aktiv sind, zu schikanieren und mittelfristig in den finanziellen Ruin zu treiben, werden wir uns nicht so einfach geschlagen geben. Wir glauben weiterhin, dass Hanf und die in dieser Pflanze enthaltenen Wirkstoffe die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern können und sehen es nicht ein, dass man versucht unserer Branche aufgrund von Lobbyinteressen oder Unwissenheit den Stempel der Illegalität aufzudrücken. 


Wir werden uns in München weiterhin für Aufklärung und Dialog im Umgang mit dem Thema Hanf einsetzen und unseren Laden noch heute wieder für unsere Kunden öffnen.

2 Kommentare

  • Andreas

    Antworten 18. Oktober 2019 22:46

    Es ist vollkommen absurd, mit welch verbissenem Eifer ein Feldzug gegen eine Nutzpflanze geführt wird und gegen diejenigen, die mit ihr handeln. Wenn man den Leuten das CBD mit seinen segensreichen Wirkungen wegnehmen will, macht man viele unglücklich (oder treibt harmlose, gesetzestreue Menschen in die Illegalität). Ich will weiterhin problemlos CBD gegen meine chronischen Schlafstörungen bekommen, um mit diesen sinnvoll umgehen zu können, ohne die Nebenwirkungen chemischer Hämmer ertragen zu müssen. Und ich will für den Konsum einer Nicht-Rausch-Pflanze nicht kriminalisiert werden. Zudem befürchte ich, dass der Ruf der Hanfpflanze, mit der man so viele weitere sinnvolle Dinge auf sinnvolle, natur- und resourcenschonende Weise machen könnte, in der öffentlichen Wahrnehmung durch den staatlichen Kampf gegen das CBD weiterhin in den Schmutz gezogen und damit der Markt für vielfältige Hanfprodukte zerstört wird.
    Bei allem berechtigten Zorn über das staatliche Vorgehen, bei dem sich der Eindruck von Willkür und Ermessensfehlerhaftigkeit förmlich aufdrängt, sollte man aber doch auch in seiner Kritik differenzieren: Der Satz im Blogeintrag „kann man ohne Bedenken sagen, dass vor dem Gesetz unserer Stadt wohl doch nicht alle gleich sind“ sollte so nicht stehenbleiben. Die ungenau formulierte und in der Sache mehr als bedenkliche gesetzliche Regelung steht nicht in der Verantwortung der Stadt München. Ebenso sind Polizei und Staatsanwaltschaft keine städtischen Stellen – es ist nicht die LHM, die hier Razzien durchführt.
    Allen, die Nutzhanf anbauen und mit seinen Produkten handeln, kann man nur einen langen Atem und viel Glück wünschen. In ihrem eigenen Interesse und im Interesse von uns Kunden.

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