Anwendungsbereiche | 24. September 2026 | 0 Kommentare

Was sind Edibles? Verständlich und sachlich erklärt

was sind edibles – Was sind Edibles? Verständlich und sachlich erklärt

Edibles sind Lebensmittel, die Wirkstoffe aus der Hanfpflanze enthalten. Dazu zählen Kekse, Fruchtgummis, Schokolade oder Getränke mit CBD oder THC. Was sind Edibles im Unterschied zu einem Joint oder einem Vaporizer? Der Wirkstoff gelangt nicht über die Lunge in den Körper, sondern über Magen, Darm und Leber. Dieser Weg verändert Beginn, Stärke und Dauer der Wirkung deutlich.

Genau darin liegt der wichtigste Punkt für die Praxis. Wer die verzögerte Wirkung nicht kennt, dosiert schnell zu hoch. Du erfährst hier, welche Formen es gibt, wie die Aufnahme über die Verdauung funktioniert und welche Risiken du kennen solltest. Dazu kommen die Rechtslage in Deutschland und eine Orientierung, woran du seriöse Produktangaben erkennst.

Infografik: Was sind Edibles? Verständlich und sachlich erklärt

Was versteht man unter Edibles?

Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet schlicht „essbar“. Gemeint sind alle Lebensmittel, denen Hersteller oder Privatpersonen Cannabinoide zugesetzt haben. Cannabinoide sind die Wirkstoffe der Hanfpflanze. Die bekanntesten sind THC und CBD. THC wirkt berauschend, CBD nicht.

Was sind Edibles also konkret? Im Alltag begegnen dir vor allem drei Gruppen. Die erste Gruppe sind Produkte mit Hanfsamen oder Hanfsamenöl. Sie enthalten kaum Cannabinoide und schmecken nussig. Die zweite Gruppe sind CBD-Lebensmittel mit Hanfextrakt. Die dritte Gruppe sind THC-haltige Speisen, oft selbst gebacken. Diese drei Gruppen unterscheiden sich in Wirkung und Rechtslage erheblich.

Die Grenze zwischen Edibles und anderen oralen Produkten ist nicht immer scharf. CBD-Öl nimmst du zwar ebenfalls über den Mund auf. Es zählt aber meist nicht zu den Edibles, weil es kein klassisches Lebensmittel ist. Kapseln liegen ebenfalls in einer Grauzone. Der Begriff Edibles meint in der Regel Snacks, Süßwaren, Backwaren und Getränke.

Typische Formen von essbaren Cannabisprodukten

Süßwaren sind die verbreitetste Form. Fruchtgummis lassen sich in gleichmäßige Portionen aufteilen und sind lange haltbar. Deshalb setzen viele Hersteller auf diese Form. Schokolade und Lollis folgen demselben Prinzip. Der Cannabinoidgehalt pro Stück lässt sich hier meist gut angeben.

Backwaren wie Kekse, Brownies oder Muffins sind die klassische Form aus dem Privatbereich. Sie enthalten Butter oder Öl, in dem sich Cannabinoide gut lösen. Genau das macht sie beliebt, aber auch schwer dosierbar. Getränke wie Hanftee, Limonaden oder Kaffee mit Hanfextrakt bilden eine weitere Gruppe. Kaugummis mit Hanföl sind eher Nischenprodukte.

Bei vielen Produkten im Handel steckt kein Cannabinoid-Extrakt drin, sondern Hanfsamenöl. Ein Beispiel dafür sind die Euphoria Cannabis Fruchtgummis mit 90 mg Hanfsamenöl pro Stück. Solche Produkte liefern Geschmack und Fettsäuren aus dem Samen. Eine spürbare Wirkung wie bei CBD- oder THC-Edibles solltest du davon nicht erwarten.

Passende Produkte zum Beitrag

CBD-Edibles und THC-Edibles unterscheiden

CBD-Edibles enthalten Cannabidiol aus Nutzhanf. CBD löst keinen Rausch aus und verändert die Wahrnehmung nicht. Der THC-Gehalt liegt bei seriösen Produkten unter 0,2 Prozent oder wird gar nicht nachgewiesen. Typische Portionen liegen zwischen 5 und 25 mg CBD pro Stück. Diese Produkte kannst du in Deutschland kaufen, wobei die rechtliche Einordnung nicht ganz eindeutig ist. Dazu später mehr.

THC-Edibles wirken psychoaktiv. Schon 5 bis 10 mg THC können bei Menschen ohne Toleranz deutliche Effekte auslösen. Selbst gebackene Kekse enthalten oft ein Vielfaches davon, ohne dass jemand die Menge kennt. Im deutschen Handel gibt es keine legalen THC-Edibles. Wer sie konsumiert, hat sie in der Regel selbst hergestellt. Beide Produktgruppen sehen sich oft ähnlich. Ein Fruchtgummi verrät dir nicht, welcher Wirkstoff darin steckt. Deshalb ist eine klare Kennzeichnung so wichtig.

Warum wirken Edibles anders als inhalierte Produkte?

Beim Rauchen oder Verdampfen gelangt der Wirkstoff über die Lunge direkt ins Blut. Die Wirkung setzt innerhalb von Minuten ein und erreicht nach 15 bis 30 Minuten ihren Höhepunkt. Nach zwei bis vier Stunden klingt sie meist wieder ab. Du merkst schnell, ob die Menge passt, und kannst nachlegen oder aufhören.

Edibles nehmen einen längeren Weg. Der Wirkstoff muss zuerst den Magen passieren, dann den Darm, dann die Leber. Erst danach erreicht er das Gehirn. Dieser Umweg kostet Zeit und verändert den Wirkstoff chemisch. Das Ergebnis ist eine Wirkung, die später beginnt, oft stärker ausfällt und länger anhält. Bei THC sprechen wir von vier bis acht Stunden, manchmal auch länger.

Auch die Vorhersagbarkeit leidet. Wie viel Wirkstoff tatsächlich im Blut ankommt, schwankt von Person zu Person. Bei oraler Aufnahme kommen oft nur 4 bis 20 Prozent des THC im Blutkreislauf an. Bei CBD sieht es ähnlich aus. Diese Schwankung erklärt, warum dieselbe Portion bei zwei Menschen völlig unterschiedlich wirken kann.

Aufnahme über Verdauung und Leber

Cannabinoide sind fettlöslich. Im Magen und Darm binden sie sich an Fette aus der Mahlzeit. Der Körper nimmt sie zusammen mit diesen Fetten über die Darmwand auf. Eine fetthaltige Mahlzeit kann die Aufnahme daher erhöhen. Ein leerer Magen führt oft zu einer schnelleren, aber nicht unbedingt schwächeren Wirkung.

Nach der Aufnahme fließt das Blut aus dem Darm zuerst durch die Leber. Dort bauen Enzyme einen Teil des THC zu 11-Hydroxy-THC um. Dieser Stoff überwindet die Blut-Hirn-Schranke leichter als THC selbst und wirkt stärker. Das erklärt, warum Edibles oft als intensiver und körperlicher beschrieben werden. Bei CBD läuft ebenfalls ein Abbau in der Leber ab. Er führt aber zu keiner berauschenden Verbindung.

Warum die Wirkung verzögert einsetzen kann

Die meisten Menschen spüren erste Effekte nach 30 bis 90 Minuten. Bei einem vollen Magen kann es auch zwei Stunden dauern. Der Höhepunkt liegt häufig zwei bis vier Stunden nach dem Essen. Diese Zeitspanne ist die wichtigste Zahl, die du zu Edibles kennen solltest.

Mehrere Faktoren beeinflussen den Zeitpunkt. Die letzte Mahlzeit spielt eine Rolle, ebenso Körpergewicht, Stoffwechsel und Gewöhnung. Auch die Form des Edibles zählt. Ein Getränk wirkt oft etwas schneller als ein fettreicher Keks. Bei Lollis oder Kaugummi kann ein Teil des Wirkstoffs über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Das verkürzt die Wartezeit ein wenig, ersetzt aber nicht die Aufnahme über den Darm.

Welche Risiken haben Edibles?

Das größte Risiko bei THC-Edibles ist eine Überdosierung. Sie ist zwar nicht lebensbedrohlich, kann aber sehr unangenehm werden. Typische Folgen sind Herzrasen, Schwindel, Übelkeit, Angst und ein Gefühl von Kontrollverlust. Manche Menschen erleben Kreislaufprobleme oder erbrechen. Diese Zustände können mehrere Stunden anhalten, weil der Körper den Wirkstoff nur langsam abbaut.

CBD-Edibles bergen deutlich weniger Risiken. Hohe Mengen können zu Müdigkeit, Durchfall oder Appetitveränderungen führen. Wichtiger ist die mögliche Wechselwirkung mit Medikamenten. CBD beeinflusst Leberenzyme, die auch viele Arzneimittel abbauen. Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte das vor dem Konsum mit einem Arzt oder Apotheker besprechen.

Ein weiterer Punkt betrifft den Straßenverkehr. THC und seine Abbauprodukte bleiben nach Edibles lange im Körper. Seit 2024 gilt für Autofahrer ein THC-Grenzwert von 3,5 Nanogramm pro Milliliter Blutserum. Nach einem Edible kann dieser Wert am nächsten Morgen noch überschritten sein. Fahren solltest du deshalb frühestens am Folgetag und nur bei völliger Klarheit.

Verzögerte Wirkung und unbeabsichtigter Mehrkonsum

Der klassische Fehler läuft immer gleich ab. Jemand isst einen Keks, wartet 30 Minuten und spürt nichts. Also isst er einen zweiten. Nach einer weiteren Stunde wirken beide gleichzeitig, und die Dosis ist doppelt so hoch wie geplant. Dieses Muster steht hinter den meisten unangenehmen Erfahrungen mit Haschkeksen und anderen selbst gemachten Edibles.

Die einfachste Gegenmaßnahme ist Geduld. Warte nach der ersten Portion mindestens zwei Stunden, bevor du über eine zweite nachdenkst. Bei Unsicherheit beginne mit einer kleinen Menge, zum Beispiel einem halben Stück. Selbst gemachte Backwaren solltest du gleichmäßig mischen und in gleich große Portionen schneiden. Sonst kann ein Brownie viel mehr enthalten als der daneben.

Sichere Aufbewahrung vor Kindern und Haustieren

Edibles sehen aus wie normale Süßigkeiten. Für Kinder gibt es keinen erkennbaren Unterschied zwischen einem Fruchtgummi mit THC und einem aus dem Supermarkt. Bei kleinen Kindern kann schon eine geringe Menge THC zu Erbrechen, starker Schläfrigkeit, Atemproblemen oder Bewusstseinsstörungen führen. In solchen Fällen ist der Giftnotruf oder die 112 der richtige Weg, ohne Zögern.

Auch Haustiere sind gefährdet. Hunde reagieren empfindlich auf THC und fressen Backwaren gerne. Symptome sind Zittern, Taumeln, Unruhe oder starke Müdigkeit. Schokolade verstärkt das Problem, weil sie für Hunde ohnehin giftig ist. Ein Tierarzt sollte in solchen Fällen früh informiert werden.

Ein paar einfache Regeln senken das Risiko deutlich:

  • Edibles in einer verschließbaren, undurchsichtigen Dose lagern.
  • Den Behälter klar beschriften, auch bei selbst gemachten Produkten.
  • Nicht im Kühlschrank neben normalen Lebensmitteln ohne Kennzeichnung aufbewahren.
  • Außer Reichweite und Sichtweite von Kindern lagern, am besten abschließbar.
  • Besucher informieren, wenn Edibles im Haushalt sind.

Wie ist die Rechtslage in Deutschland?

Die rechtliche Einordnung hängt vom Wirkstoff ab. Produkte mit Hanfsamen und Hanfsamenöl gelten als normale Lebensmittel. Sie sind frei verkäuflich und unterliegen dem allgemeinen Lebensmittelrecht. Für den THC-Gehalt in Hanfsamen und Hanfsamenöl gibt es seit 2023 EU-weite Höchstwerte.

CBD-Lebensmittel bewegen sich in einem schwierigeren Feld. THC-Edibles wiederum unterliegen dem Cannabisgesetz, das seit April 2024 gilt. Beide Bereiche haben eigene Regeln, die sich noch ändern können. Die folgenden Abschnitte geben den aktuellen Stand wieder, ersetzen aber keine Rechtsberatung.

CBD-Lebensmittel und zulässige Produktangaben

CBD-Extrakte gelten in der EU als neuartiges Lebensmittel, auf Englisch Novel Food. Solche Lebensmittel brauchen vor dem Verkauf eine Zulassung. Für CBD gibt es diese Zulassung bislang nicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die Bewertung wegen fehlender Daten zur Sicherheit ausgesetzt. Deutsche Behörden stufen CBD-Lebensmittel deshalb häufig als nicht verkehrsfähig ein. Trotzdem sind viele Produkte im Handel. Für dich als Käufer entsteht daraus in der Regel kein rechtliches Problem. Das Risiko liegt beim Anbieter.

Bei den Produktangaben gilt die Health-Claims-Verordnung. Sie verbietet gesundheitsbezogene Aussagen, die nicht ausdrücklich zugelassen sind. Für CBD existiert keine zugelassene Angabe. Ein Hersteller darf also nicht schreiben, dass sein Produkt beruhigt, Schmerzen lindert oder den Schlaf verbessert. Erlaubt sind sachliche Angaben zu Zutaten, Gehalt und Herkunft. Wenn ein CBD-Edible mit Heilwirkungen wirbt, ist das ein Warnsignal für mangelnde Seriosität.

THC-Edibles rechtlich einordnen

Das Cannabisgesetz erlaubt Erwachsenen den Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis in der Öffentlichkeit und 50 Gramm zu Hause. Der private Anbau von drei Pflanzen ist zulässig. Anbauvereinigungen dürfen Cannabis an Mitglieder abgeben, aber nur als Blüten oder Haschisch. Verarbeitete Produkte wie Kekse oder Fruchtgummis dürfen sie nicht ausgeben. Einen legalen Verkauf von THC-Edibles gibt es in Deutschland damit nicht.

Die Herstellung für den eigenen Konsum zu Hause verbietet das Gesetz nicht ausdrücklich. Wer legal beschafftes Cannabis zu Butter oder Keksen verarbeitet, bewegt sich innerhalb des Eigenkonsums. Die Weitergabe an andere Personen bleibt aber verboten, auch ohne Bezahlung. Die Abgabe an Minderjährige ist strafbar. Wie die Besitzmengen bei verarbeiteten Produkten berechnet werden, ist im Gesetz nicht eindeutig geregelt. Hier bleibt eine Unsicherheit, die Gerichte in Zukunft klären müssen.

Woran erkennt man transparente Produktangaben?

Bei Edibles kannst du Qualität nicht sehen, riechen oder schmecken. Du bist auf die Angaben des Herstellers angewiesen. Seriöse Anbieter machen es dir leicht, diese Angaben zu prüfen. Sie nennen den Gehalt pro Stück, legen Laboranalysen offen und verzichten auf übertriebene Versprechen.

Was sind Edibles wert, wenn niemand weiß, was drin ist? Genau diese Frage solltest du vor jedem Kauf stellen. Fehlen Gehaltsangaben oder Analysen, kannst du weder dosieren noch das Produkt einschätzen. Bei selbst gemachten Edibles gilt dasselbe Prinzip. Wer den Wirkstoffgehalt seiner Butter nicht kennt, kann auch die Kekse nicht einschätzen.

Zutaten, Cannabinoidgehalt und Analysen

Die Zutatenliste zeigt zuerst, um welche Art von Edible es sich handelt. Steht dort „Hanfsamenöl“ oder „Hanfsamen“, handelt es sich um ein Produkt ohne nennenswerten Cannabinoidgehalt. Steht dort „Hanfextrakt“, „CBD“ oder „Cannabidiol“, liegt ein CBD-Edible vor. Der Gehalt sollte in Milligramm pro Stück und pro Packung angegeben sein. Eine Angabe wie „mit Hanf“ ohne Zahl sagt nichts aus.

Eine Laboranalyse eines unabhängigen Instituts bestätigt diese Angaben. Sie nennt den tatsächlichen CBD- und THC-Gehalt und weist Rückstände wie Schwermetalle oder Pestizide aus. Gute Hersteller verlinken die Analyse oder stellen sie per QR-Code bereit. Wichtig ist die Chargennummer. Sie verbindet die Analyse mit genau der Packung, die du in der Hand hältst.

Prüfe bei einem CBD-Edible mindestens diese Punkte:

  • Cannabinoidgehalt in Milligramm pro Stück und pro Packung.
  • Angabe zum Spektrum, also Isolat, Breitspektrum oder Vollspektrum.
  • THC-Gehalt, idealerweise mit Nachweis unter 0,2 Prozent.
  • Laboranalyse mit Chargennummer und Datum.
  • Vollständige Zutatenliste mit Allergenen.

Warnhinweise und Portionsangaben

Eine klare Portionsangabe ist bei Edibles wichtiger als bei fast jedem anderen Lebensmittel. Ein Beispiel für eine solche Angabe sind die NatureCan CBD Gummibärchen mit 10 mg CBD pro Bärchen. Mit dieser Zahl kannst du planen, wie viele Stück du nimmst. Bei Produkten ohne Portionsangabe bleibt dir nur Raten.

Warnhinweise gehören ebenfalls auf die Verpackung. Dazu zählen der Hinweis, das Produkt von Kindern fernzuhalten, sowie Angaben zu Schwangerschaft, Stillzeit und Medikamenteneinnahme. Bei CBD-Produkten sollte auch eine empfohlene Tageshöchstmenge stehen. Fehlen diese Hinweise, spricht das nicht zwingend gegen das Produkt. Ihr Vorhandensein zeigt aber, dass der Hersteller die Verantwortung ernst nimmt.

Häufige Fragen zu Edibles

Rund um Edibles tauchen immer wieder dieselben Unsicherheiten auf. Sie betreffen vor allem die Lagerung und den Umgang mit einer zu starken Wirkung. Beide Themen hängen zusammen. Wer weiß, wie lange ein Produkt hält und wie sich der Wirkstoff verändert, kann Überraschungen vermeiden.

Was sind Edibles im Alltag also für ein Thema? Vor allem eines der Planung. Die richtige Menge, ein ruhiger Zeitrahmen und eine sichere Lagerung lösen die meisten Probleme, bevor sie entstehen. Die folgenden zwei Fragen decken die Punkte ab, die in der Praxis am häufigsten schiefgehen.

Wie lange sind Edibles haltbar?

Die Haltbarkeit hängt von der Lebensmittelbasis ab. Fruchtgummis, Lollis und Schokolade halten bei kühler, trockener und dunkler Lagerung viele Monate. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung gibt dir eine gute Orientierung. Selbst gebackene Kekse oder Brownies mit Butter verderben deutlich schneller. Bei Raumtemperatur solltest du sie innerhalb weniger Tage essen. Im Kühlschrank halten sie etwa eine Woche, im Gefrierfach mehrere Monate.

Neben dem Lebensmittel altert auch der Wirkstoff. THC wandelt sich unter Einfluss von Licht, Wärme und Sauerstoff langsam in CBN um. Dieses Cannabinoid wirkt deutlich schwächer psychoaktiv. Alte Edibles werden dadurch nicht gefährlich, aber schwächer und weniger berechenbar. CBD ist etwas stabiler, baut sich aber ebenfalls mit der Zeit ab. Luftdichte Verpackung und ein dunkler, kühler Ort verlangsamen diesen Prozess. Bei selbst gemachten Produkten hilft ein Etikett mit Herstellungsdatum und geschätztem Gehalt.

Was tun bei unerwartet starken Beschwerden?

Wenn ein THC-Edible zu stark wirkt, hilft zuerst die Erinnerung an eine einfache Tatsache. Eine Überdosis THC ist unangenehm, aber für gesunde Erwachsene nicht lebensgefährlich. Die Wirkung klingt von selbst ab, meist innerhalb weniger Stunden. Suche dir einen ruhigen, sicheren Ort und lege dich hin. Trinke Wasser und iss etwas Leichtes, wenn du kannst. Eine vertraute Person in der Nähe beruhigt und kann im Zweifel Hilfe holen.

Nimm keine weiteren Substanzen und vor allem keinen Alkohol. Beides kann die Beschwerden verstärken. In manchen Fällen ist medizinische Hilfe nötig. Dazu zählen anhaltende Brustschmerzen, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit oder schwere Kreislaufprobleme. Auch bei Vorerkrankungen des Herzens solltest du früher reagieren. Der Giftnotruf berät telefonisch, bei ernsten Symptomen ist die 112 richtig. Wenn ein Kind ein Edible gegessen hat, gilt das immer, unabhängig von der Menge.

Nach einer solchen Erfahrung lohnt sich ein Blick auf die Ursache. Meist war die Portion zu groß oder die Wartezeit zu kurz. Beim nächsten Mal helfen eine kleinere Menge und mehr Geduld. Bedenke auch, dass THC und seine Abbauprodukte im Urin nach Edibles noch Tage bis Wochen nachweisbar sein können. Das ist für Führerschein, Arbeitsplatz oder medizinische Tests relevant.

was sind edibles - ergänzendes Bild

Häufige Fragen

Darf ich Edibles auf Reisen mitnehmen?

THC-Edibles solltest du auf keiner Reise dabeihaben. In vielen Ländern gelten sie als Betäubungsmittel, und das deutsche Cannabisgesetz schützt dich im Ausland nicht. Bei CBD-Edibles hängt es vom Zielland ab, da CBD in Lebensmitteln in der EU als nicht zugelassenes Novel Food gilt und einige Länder es strenger handhaben. Prüfe vor der Abreise die Regeln des Ziellandes und nimm im Zweifel nur Produkte mit Laboranalyse und klarer Kennzeichnung mit.

Kann man Edibles selbst herstellen?

Ja, dafür musst du das Cannabis zuerst decarboxylieren, also bei etwa 110 bis 120 Grad für 30 bis 40 Minuten im Ofen erhitzen. Erst dieser Schritt wandelt die inaktive Säureform THCA in wirksames THC um. Danach löst du das Material in Butter oder Öl, weil sich Cannabinoide in Fett gut binden. Wiege das Ausgangsmaterial ab und teile die Butter in gleich große Portionen, damit du den ungefähren Gehalt pro Stück kennst.

Sind Edibles in Deutschland legal?

Das hängt vom Wirkstoff ab. Lebensmittel mit Hanfsamen oder Hanfsamenöl sind frei verkäuflich, CBD-Edibles werden geduldet, gelten aber wegen der fehlenden Novel-Food-Zulassung offiziell als nicht verkehrsfähig. THC-Edibles darf in Deutschland niemand verkaufen oder weitergeben, auch Anbauvereinigungen geben nur Blüten oder Haschisch ab. Erwachsene dürfen legal erworbenes Cannabis für den Eigenkonsum zu Hause verarbeiten, die Weitergabe an andere bleibt jedoch verboten.

Sind Edibles stärker als ein Joint?

Pro Milligramm THC kommt bei Edibles weniger im Blut an, oft nur 4 bis 20 Prozent. Trotzdem empfinden viele Menschen die Wirkung als intensiver, weil die Leber THC in 11-Hydroxy-THC umwandelt, das stärker auf das Gehirn wirkt. Dazu hält die Wirkung mit vier bis acht Stunden deutlich länger an als beim Rauchen. Ein Edible ist also nicht automatisch stärker, aber schwerer zu steuern.

Was sind Edibles mit CBD und wie unterscheiden sie sich von CBD-Öl?

CBD-Edibles sind Lebensmittel wie Fruchtgummis, Kekse oder Tee, denen Hersteller Hanfextrakt zugesetzt haben. CBD-Öl nimmst du dagegen tropfenweise unter die Zunge, wo ein Teil des Wirkstoffs über die Mundschleimhaut ins Blut gelangt. Dadurch setzt die Wirkung beim Öl meist nach 15 bis 45 Minuten ein, bei Edibles erst nach 30 bis 90 Minuten. Edibles punkten mit fester Portionierung und neutralerem Geschmack, das Öl mit flexibler Dosierung.

Wie dosiere ich Edibles als Einsteiger?

Bei CBD-Edibles sind 5 bis 10 mg pro Portion ein üblicher Startwert, den du bei Bedarf über mehrere Tage anpassen kannst. Bei THC-Edibles gelten 2,5 bis 5 mg als vorsichtige Einstiegsdosis für Menschen ohne Toleranz. Iss die erste Portion nicht auf leeren Magen und warte danach mindestens zwei Stunden, bevor du über eine zweite nachdenkst. Plane den ersten Versuch für einen ruhigen Abend ohne Termine und ohne Autofahrt am selben Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Werde Teil der Community

  • 10% Gutschein für deine erste Bestellung
  • News zu Cannabis, CBD & mehr
  • Exklusive Angebote & Bundles