Cannabis Fachgeschäfte in Deutschland - Was steckt in der Lizenz zum Verkauf

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Cannabis Verkauf Lizenz mit Hanf im Glück

Die Lizenz zum Cannabis Verkauf?

Die Cannabis Legalisierung in Deutschland kommt – so viel ist klar! Obwohl wir von Hanf im Glück diese Entscheidung der Koalitionsparteien für genauso richtig wie überfällig halten, ist uns klar, dass es noch immer unzählige ungeklärte Fragen zu den bevorstehenden Veränderungen im Umgang mit Cannabis in Deutschland gibt. So fragen sich viele Menschen wie die geforderten lizenzierten Cannabisfachgeschäfte aussehen und operieren sollen und wann wir mit den ersten Eröffnungen rechnen können.

Hanf im Glück setzt sich als Teil der deutschen Cannabisbranche seit Jahren aktiv für ein Ende von Repression und Stigmatisierung der Hanfpflanze ein. Unser Fachwissen möchten wir nun nutzen, um interessierte Personen aufzuklären und einen zielführenden Dialog zur bestmöglichen Umsetzung der Legalisierungsbemühungen zu erreichen.

Wenn also auch du dich fragst, ob eine Cannabis Legalisierung in Deutschland sinnvoll und vor allem praktikabel wäre und dich dafür interessierst, wie ein solches Vorhaben bei uns umgesetzt werden könnte, dann bist du hier genau richtig! Unsere aktuelle Blogartikel-Reihe dreht sich in insgesamt 3 Artikeln um alle Aspekte der Cannabislegalisierung in Deutschland. 

Der vorliegende Artikel kann dabei als Fortsetzung des Artikels Hindernisse bei der Legalisierung in Deutschland 2021: Cannabis Koalitionsvertrag mit Hürden verstanden werden und stellt zudem den Schluss unserer Blogartikel-Reihe dar. Auf den folgenden Seiten erfährst du:

Woanders ist das Gras bereits grüner – was wir von anderen Ländern lernen können

Bei der Erstellung eines deutschen Konzepts für die Zeit nach der Legalisierung von Cannabis, ist es für unsere politischen Entscheidungsträger natürlich recht vorteilhaft, dass uns Länder wie Kanada, die USA, Portugal, Spanien, Südafrika oder die Niederlande in diesem Bereich schon viele Jahre voraus sind. Bewährte Lösungen aus diesen Märkten können also mit verhältnismäßig wenig Aufwand an die Bedürfnisse des deutschen Marktes angepasst und auch hier zu Lande implementiert werden. Das gilt sowohl für den Umgang mit den zuvor beschriebenen Herausforderungen einer Cannabislegalisierung als auch für die Abgabe von Cannabisprodukten in Fachgeschäften an sich.

Ein Blick über den eigenen Tellerrand ist in diesem Fall also extrem nützlich. Denn er spart nicht nur Zeit und (Steuer-)Geld, sondern erlaubt es den Verantwortlichen auch, sich vollumfänglich auf die Gestaltung von praktikablen Lösungen für die aus anderen Ländern bekannten Herausforderungen zu konzentrieren. 

Nachdem es in Deutschland danach aussieht, als würde die Abgabe von legalem Cannabis zu Genusszwecken über lizenzierte Fachgeschäfte erfolgen, lohnt sich zu Beginn ein Blick nach Kanada sowie in bestimmte Bundesstaaten der USA. Die dort ansässigen Firmen vertreiben ihre Produkte über so genannte Dispensaries, die für die Ausübung ihrer Tätigkeit ebenfalls vom (Bundes-)Staat lizenziert werden müssen. Die angebotenen Produkte unterliegen strengen Richtlinien bezüglich Aufzucht, Transport, Kennzeichnung und Verwahrung und müssen zudem höchste Qualitätsstandards erfüllen, um das Wohl der Verbraucher zu schützen. 

Die Cannabis Fachgeschäfte Nordamerikas zeichnen sich neben einem hochprofessionellen Ambiente und fachmännischer Beratung durch perfekt geschulte Mitarbeiter auch durch ausgereifte Sicherheitskonzepte aus. Diese zielen dabei nicht nur auf den Schutz von Ware und Einnahmen ab, sondern legen auch besonderen Wert auf den Jugendschutz. Ein Verkauf über das Internet ist daher meist untersagt und die Shops achten penibel auf das Alter ihrer Kunden, denn Cannabiskonsum ist erst nach Erreichen der Volljährigkeit mit 21 Jahren erlaubt. Einkäufe dürfen den Laden oft auch nur in geruchsdichten Tüten mit Kindersicherung verlassen und jeder Verstoß gegen eine der unzähligen Auflagen wird mit drakonischen Strafen, die bis zum sofortigen Verlust der Lizenz reichen, geahndet. 

Die Preise der Produkte werden dabei vor allem durch die hohen Steuersätze von bis zu 34,5 % bestimmt und unterscheiden sich z.B. in Kalifornien in Abhängigkeit des Einkaufsgrundes. Dort zahlen Cannabispatienten deutlich niedrigere Preise als Freizeitkonsumenten, da die von ihnen erworbenen Produkte aufgrund ihrer medizinischen Relevanz anders besteuert werden.

Ein weiteres interessantes Vorbild in Bezug auf den Umgang mit Cannabis liefert Spanien, wo weder Konsum noch Eigenanbau unter Strafe stehen und so genannte Cannabis Social Clubs die mengentechnisch begrenzte Versorgung ihrer volljährigen Mitglieder übernehmen dürfen. Im spanischen Cannabis-Mekka Barcelona galten für diese Clubs bis vor kurzem strenge Vorgaben, die unter anderem die einzuhaltende Entfernung zu öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern regelten und auch die Eröffnung mehrerer Social Clubs in unmittelbarer Nähe zueinander ausschlossen. Ähnlich wie in den Niederlanden darf auch in Spanien keine Werbung für Cannabisprodukte, -firmen oder Clubs geschaltet werden und der Konsum ist nur in den eigenen vier Wänden oder eben den dafür vorgesehenen Einrichtungen erlaubt. 

Die Cannabis Social Clubs in Spanien fungieren aber nicht nur als Abgabestellen und Orte des Konsums, sondern sollen ihre Mitglieder auch aufklären, beraten und bei Bedarf an entsprechende Träger für Hilfsangebote verweisen. Damit sie dieser Pflicht nachkommen und gleichzeitig alle geltenden Regularien einhalten, stehen die Clubs in regelmäßigem Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden auf Landes- und Bundesebene.

Wenn sich das deutsche Konzept für legales Cannabis als Genussmittel an diesen beiden bewährten Varianten orientieren würde, hätte man auf jeden Fall schon schon eine gute Grundlage geschaffen. Die mahnenden Aussagen und Ängste der Legalisierungsgegner würden damit jedoch nicht ausreichend adressiert werden. 

Daher lohnt sich auch eine nähere Betrachtung der Drogenpolitik Portugals. Dort wurden im Jahr 2001 neben Cannabis auch alle anderen Drogen entkriminalisiert, wodurch Drogenkonsum und Suchtprobleme plötzlich auf einer völlig neuen Ebene behandelt werden konnten. Portugals Politik beruht dabei auf mehreren Säulen, die unter anderem aussagen, dass die “Beseitigung aller Drogen ein unmögliches Ziel ist” und feststellen, dass es “keine weichen oder harten Drogen gibt, sondern nur gesunde und ungesunde Beziehungen zu Drogen”. Ein derartiger Paradigmenwechsel ermöglicht eine effektive Bündelung von Fachkenntnissen und Ressourcen auf Seiten der Behörden und erleichtert zudem die Bemühungen in den Bereichen Aufklärung und Prävention, da es zuvor verfolgten Menschen erleichtert wird ihre Probleme mit Drogen offen anzusprechen und Hilfsangebote aktiv in Anspruch zu nehmen.

Von der Utopie zum Konzept – wie wir uns die Legalisierung eines Fachgeschäfts für Cannabis vorstellen

Wie du dir sicher bereits gedacht hast, begrüßen wir ein Konzept zur Abgabe von Cannabis über lizenzierte Fachgeschäfte in Anlehnung an das amerikanische Modell. In gewisser Weise sehen wir im Beschluss der Koalitionsparteien aber auch eine Bestätigung, dass unsere Arbeit der letzten Jahre, inklusive jedes noch so herben Rückschlages, nicht umsonst war. Denn unser Wunsch, nach einem Ende der Prohibition und Stigmatisierung von Hanf scheint sich nun endlich zu erfüllen. 

Unserer Meinung nach haben die letzten Jahrzehnte gezeigt, dass eine Kriminalisierung den Konsum nicht verhindert, sondern lediglich den Zugang zu Hilfsangeboten erschwert und die Staatskassen belastet. Nur eine regulierte Abgabe von Cannabis kann die Konsumenten effektiv schützen. So zum Beispiel durch lizenzierte Fachgeschäfte, die einen sicheren Rahmen für den Erwerb von laborgeprüften Produkten bieten und unter der Einhaltung von allgemeinen Standards bezüglich Beratung, Prävention und Jugendschutz operieren. 

Erfahrene Verkäufer von Cannabisfachgeschäften können die Kunden durch ihre Beratungsleistung nicht nur gezielt aufklären, sondern ihnen auch Unsicherheiten bezüglich Produkten, Konsum und Rechtslage nehmen. So kann für jeden Kunden das optimale Produkt gefunden werden, während auch Fragen zu Wechselwirkungen oder der Fahrtüchtigkeit nach dem Konsum geklärt werden können. Cannabis Shops sollten in unseren Augen also nicht nur verkaufen, sondern auch zum Entdecken einladen und dabei noch ein soziales und suchtpräventives Element aufweisen, indem sie als Anlaufstelle für Kunden jeder Art fungieren – ganz gleich, ob sie nach besonderen Produkten, spezifischen Informationen oder individuellen Hilfestellungen suchen.

Die Aufgabe von Politik und Gesellschaft wäre es gleichzeitig einen zeitgemäßen Jugendschutz einzurichten, der den Zugang zu Cannabis ganz klar einschränkt, aber den Jugendlichen ein Verständnis für den Grund dieser Einschränkung gibt. Prävention sollte auf Verstehen statt Verbieten basieren und zusätzliche Versuchung durch den “Reiz des Verbotenen”, muss durch flächendeckende Aufklärungsarbeit möglichst ausgeschlossen werden.

Da wir die vorherrschenden Bemühungen zu Aufklärung und Suchtprävention in Deutschland seit Jahrzehnten für unzureichend halten, würden wir uns als Marke auch gerne an einer Bildungskampagne zu Cannabis und anderen Drogen – dazu zählen wir auch Alkohol und Nikotin – beteiligen. Heutzutage müssen Jugendliche unserer Meinung nach besser informiert denn je sein, da es in Zeiten von Darknet und Telegram-Dealern so einfach wie noch nie ist, an Drogen jeder Art zu kommen. Ähnlich wie beim Thema CBD möchten wir auch hier gerne durch konsequente Sensibilisierung und Aufklärung zu einem “erwachsenen” Umgang mit diesen neuen Herausforderungen beitragen. 

THC bei Hanf im Glück? Unser Weg zum lizenzierten Cannabisfachgeschäft

All das zuvor Genannte würden wir mit einem Hanf im Glück Cannabisfachgeschäft selbstverständlich gerne umsetzen und sehen uns dafür bestens gerüstet:

Wir arbeiten bereits seit Jahren in der für uns schönsten Branche der Welt und stehen mit unserer Marke für höchste Qualität, maximale Transparenz und den offenen Austausch mit  unseren Kunden. Diese schätzen Hanf im Glück dabei nicht nur für die besonders hochwertigen CBD Blüten und die großartigen anderen Hanfprodukte, sondern auch für unser Expertenwissen und unsere Vorreiterrolle innerhalb der deutschen Cannabiswirtschaft. Schon jetzt ist das Konzept jedes unserer Shops auf Beratung und Bildung von Verbrauchern ausgelegt und jeder unserer Mitarbeiter kann mit glühender Leidenschaft und fundiertem Fachwissen überzeugen. Wir bemühen uns seit Beginn unserer Tätigkeit um praktikable Jugendschutzlösungen und suchen stets den direkten Austausch mit den zuständigen Behörden, um die Einhaltung aller gesetzlichen Rahmenbedingungen gewährleisten zu können. 

Da wir von Hanf im Glück uns seit Jahren darum bemühen, das vielfältige Potential der Cannabispflanze auch in Deutschland erkenntlich und nutzbar zu machen und eine Legalisierung ohnehin für längst überfällig halten, begrüßen wir die derzeitige politische Entwicklung natürlich sehr. Dabei möchten wir aber nicht vergessen, dass es bei der Umsetzung der bevorstehenden Veränderungen viele unterschiedliche Aspekte zu beachten gilt – diese möchten wir mit dieser Blogartikel-Reihe ansprechen, um einen Austausch mit unseren Lesern anzustoßen.

Sag uns in den Kommentaren, ob du unsere Meinung zu den möglichen Vorbildern bzw. unsere Vorstellung für ein deutsches Konzept zur legalen Abgabe von Cannabis über lizenzierte Fachgeschäfte teilst oder vielleicht auch ganz anders siehst und mach uns gerne darauf aufmerksam, wenn wir deiner Meinung nach etwas vergessen haben sollten.

Cannabis Petition für lizenzierte Fachgeschäfte und einen fairen Markt

Wir von Hanf im Glück möchten gemeinsam mit unseren Partnern, Freunden und Kunden ein zeitgemäßes Konzept zum Umgang mit Cannabis in Deutschland etablieren. Dabei stehen für uns vor allem Jugend- und Verbraucherschutz, klare und faire Marktbedingungen, sowie ein umfassendes Präventions- und Hilfsangebot im Vordergrund. Wenn auch du unsere Vision teilst, dann hilf uns mit deiner Unterschrift dabei, ein lizenziertes Cannabisfachgeschäft unter der Marke Hanf im Glück zu eröffnen.

Jetzt mitmachen: https://weact.campact.de/petitions/cannabis-fachgeschafte-sinnvoll-lizenzieren 

Das ist für dich selbstverständlich und du möchtest uns gerne über deine Unterschrift hinaus unterstützen? Dann kannst du: 

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Vielen Dank!

Es wird Zeit für Veränderung, also erfahre jetzt mehr zu unserem aktuellen CBD Franchise System – der wohl besten Vorbereitung für ein Cannabis Fachgeschäft

Dein Team von Hanf im Glück

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